Beiträge von billy

    Früher waren die Ölwechselintervalle kürzer, egal welches Öl man brauchte. Und wenn einen Kurzstreckenfahrer seine Intervalle einhält, kommt er auch nicht auf 15 tkm pro Jahr. Den technischen Hintergrund braucht man nicht.

    ...Frag eine KI: Kann es durch E10 bei Kurzstrecke und 0W20 zu Ölverdünnung und Motorverschleiß kommen und wäre ein5W30 deshalb besser? >>> Du wirst die Thematik beantwortet bekommen...

    Hab ich mal gemacht:


    "Ja – Ölverdünnung durch Kraftstoff kann bei viel Kurzstrecke auftreten, und E10 kann dabei grundsätzlich eine Rolle spielen. Ob 5W-30 statt 0W-20 deshalb sinnvoller ist, hängt aber stark vom Motor und der vorgeschriebenen Öl-Spezifikation ab.

    • Kurzstrecken: Der Motor erreicht oft nicht lange genug seine Betriebstemperatur. Kraftstoff kann an den Zylinderwänden kondensieren und ins Motoröl gelangen. Dadurch sinkt die Viskosität des Öls.
    • E10: Ethanol selbst verdampft relativ leicht, kann aber zusammen mit häufigen Kaltstarts die Kraftstoffeinträge und Feuchtigkeit im Öl begünstigen. E10 ist nicht automatisch ein großes Problem.
    • 0W-20: Wenn das Öl durch Kraftstoff verdünnt wird, wird es noch dünnflüssiger. Dadurch kann bei starker Verdünnung die Schmierfilmreserve sinken und langfristig Verschleiß begünstigt werden.
    • 5W-30: Ein 5W-30 hat bei Betriebstemperatur einen dickeren Schmierfilm als 0W-20 und bietet bei gewisser Ölverdünnung mehr Viskositätsreserve. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass es für deinen Motor besser oder überhaupt zulässig ist.

    Der entscheidende Punkt ist deshalb die Herstellerfreigabe. Wenn dein Motor ausdrücklich 0W-20 mit einer bestimmten Spezifikation verlangt, würde ich nicht einfach auf 5W-30 wechseln. Bei manchen Motoren ist 5W-30 ausdrücklich eine zulässige Alternative – bei anderen nicht.

    Bei ausgeprägter Kurzstrecke ist häufig ein kürzeres Ölwechselintervall wichtiger als der Wechsel von 0W-20 auf 5W-30. Gelegentliche längere Fahrten, bei denen das Öl wirklich auf Temperatur kommt, helfen ebenfalls."


    Ergo: Man kann der Problematik aus dem Weg gehen, wenn man als Kurzstreckenfahrer auf ein Elektroauto wechselt. Oder man fährt eher selten Kurzstrecke und kann ruhig E10 nehmen. Oder man wechselt das Öl häufiger. Früher wurde das Öl auch zwischen 5 tkm und 15 tkm gewechselt.

    Ich fahre von Beginn an mit allen Fahrzeugen E10 und habe keine Probleme. Die Fahrzeuge waren und sind Opel Agila 1.2 (2002), Opel Meriva 1.8 (2003), Hyundai i30 (2011), Smart 453 (2017), Hyundai Tucson (2019) sowie die Zweiräder BMW R1100GS (1994), BMW R1200GS (2011), BMW R150GS Adv. (2021) und Suzuki Burgman 200 (2009). Wenn es Probleme aufgrund der Nutzung von E10 geben sollte, hätte ich diese bei der Menge unterschiedlicher Fahrzeuge längst gehabt.

    Wo hast Du das gelesen?

    ..."Da verdienen wir nix, Sie haben das Fz. ja nicht mal bei uns gekauft".

    Da denkt ein Händler falsch. Wenn man mit dem Autohaus zufrieden war, kauft vielleicht dort lieber sein nächstes Auto als bei der Konkurrenz. Sowas nennt sich Kundenpflege und wenn man es nicht macht, ist man bald Geschichte.