Um noch zum Schluß etwas Klärung ins Thema zu bringen, weil manche mit anderen Ölviskositäten wie z.B. 5W30 oder andere liebäugeln: 0W20 bringt, gerade bei Kurzstrecke(!), Direkteinspritzung und in Verbindung mit E10 das Risiko, dass durch erhöhten Ethanolanteil der Kraftstoff nicht völlig verbrannt wird,
Kurzstrecken -Betrieb ist ja keine Erfindung der Neu- Zeit,
Das gab es ja schon immer,
Früher gab es da deutlich weniger Probleme.
Meines Wissens,
Wird seit ein paar Jahren immer häufiger, dass 0W 20 eingesetzt,
Auch ideal für Hybridautos.
Der einzige Grund, was ich kenne, ist, dass hier theoretisch oder im Labor Kraftstoff gespart wird,
Und somit auch der CO2 Ausstoß verringert wird damit die EU Vorgaben eingehalten werden können.
Die Autohersteller nutzen 0W-20 Öl nicht freiwillig für alle neuen Autos. Sie werden von den strengen EU-Gesetzen dazu gezwungen.
Wenn ein Hersteller die Grenzwerte für den CO2-Ausstoß seiner Neuwagen-Flotte überschreitet, drohen ihm Strafzahlungen in Millionenhöhe.
Der Druck durch die EU-Flottenzentwerte
Die Europäische Union legt genau fest, wie viel CO2 die verkauften Autos eines Herstellers im Durchschnitt pro Kilometer ausstoßen dürfen.
- Strenge Grenzwerte: Diese Werte werden von der EU fast jedes Jahr weiter abgesenkt.
- Teure Strafen: Jedes Gramm CO2 über dem Limit kostet den Hersteller 95 Euro – und das pro verkauftem Auto. Bei Hunderttausenden Autos geht es sofort um riesige Summen.
Warum das Öl dabei hilft
Die Hersteller drehen an jeder noch so kleinen Schraube, um den Verbrauch zu senken. Das Motoröl ist dabei ein einfacher und günstiger Trick:
- Die 1-Prozent-Regel: Dünnes 0W-20 Öl mindert die Reibung im Motor so stark, dass das Auto etwa 1 bis 2 Prozent weniger Kraftstoff verbraucht als mit einem dickeren 5W-30 Öl.
- Weniger Sprit = weniger CO2: Da der CO2-Ausstoß direkt an den Spritverbrauch gekoppelt ist, sinkt auch der CO2-Wert auf dem Papier.
- Prüfstand-Optimierung: Bei den offiziellen Abgastests der EU (dem sogenannten WLTP-Verfahren) zählt jedes Gramm. Das dünne Öl sorgt genau dort für die Bestwerte, die der Hersteller für die Zulassung braucht.
Zusammengefasst: Ohne extrem dünnflüssige Öle wie 0W-20 (oder mittlerweile sogar 0W-16 und 0W-8) könnten die Autobauer die gesetzlichen EU-Umweltauflagen für Verbrennungsmotoren überhaupt nicht mehr erfüllen.