Alles zum Thema Allwetterreifen/Ganzjahresreifen

  • Die Anmerkung von DAhn ist Richtig und Wichtig drauf zu achten, ob der Reifen Laufrichtungsgebunden ist oder nicht.
    Wenn man dann darauf geachtet hat, ist es vom Verschleiß her egal. Die hinteren kommen nach vorne, ob Parallel oder Diagonal.


    Da ein Ganzjahresreifen Fahrer wie ich es sich sparen will die Räder zu wechseln, bleiben sie wie Gewak beschrieben hat bis zur Verschleißgrenze einfach drauf.
    Natürlich verschleißen dann die vorderen Reifen 1 bis 1,5 Jahre früher und werden durch neue ersetzt. Genau dann, wenn ich aus diesem Grund in der Reifenwerkstatt bin, lass ich sie gleich von vorne nach hinten tauschen. Die neuen 8mm kommen nach vorne und die wahrscheinlich 5-6mm bleiben hinten. Jetzt fahren sich die vorderen wieder stärker ab und nach ca. 2 Jahren habe ich wahrscheinlich vorne und hinten 3-4 mm.


    So spare ich mir das Saisonale hin und her und auf zwei Reifenätze gerechnet, komme ich auf gleiche Kosten und Verschleiß.


    Soweit zur Theorie. Müsste, wenn kein Denkfehler drin steckt doch so sein.

    Hyundai Tucson Style 1,7 CRDI DCT White Sand Panorama, Autom, 19 Zoll

  • Beim normalen Reifenwechsel geht man nicht nur von Sommer- auf Winterfell (und umgekehrt), sondern rotiert auch gleich die Positionen durch, um genau solche Effekte zu vermeiden.

    Ich glaube, diese "Denke" ist schon seit Jahren überholt. Noch in meiner aktiven Schrauberzeit haben wir diese Praxis nicht mehr durchgeführt. Würde ja auch eigentlich keinen Sinn ergeben, denn wenn die Achsgeometrie an einem Rad nicht stimmt, muss ich mir nicht unbedingt alle Räder ruinieren. Und die meisten Räder sind ja auch laufrichtungsgebunden, so das die damalig durchgeführte Rotation, die ja auch diagonal am Fahrzeug durchgeführt wurde,nicht mehr möglich wäre. Und die Räder werden heutzutage ja gekennzeichnet, damit sie wieder an gleicher Stelle montiert werden, und wer das genau macht,kennzeichnet auch noch Radbolzen und Felgenloch, damit die Felge so wie abgenommen auch wieder montiert wird.Dies ist besonders bei am Fahrzeug gefinishten ( am Fahrzeug nachgewuchteten ) Rädern wichtig.

  • Die Ansicht, daß die Reifen mit dem besseren Profil auf die Antriebsachse gehören, ist sehr lange schon widerlegt. Das beste Profil gehört aus Gründen Fahrstabilität grundsätzlich nach hinten.

  • Die Ansicht, daß die Reifen mit dem besseren Profil auf die Antriebsachse gehören, ist sehr lange schon widerlegt. Das beste Profil gehört aus Gründen Fahrstabilität grundsätzlich nach hinten.

    Hallo Hans,
    Meine Logik sagt mir, dass kann nicht sein. Wenn es um Fahrstabilität geht, muss das bessere Profil auf die Lenkachse. Und die ist nun mal vorne.
    Der erste Kontakt bei Aquaplaning ist die Lenkachse und umso mehr Profil darauf ist, umso besser die Wasserverdrängung. Das gute Profil hilft meines Erachtens hinten nicht viel, wenn
    die Vordere Achse schon aufschwimmt und das Lenkrad verreist.

    Hyundai Tucson Style 1,7 CRDI DCT White Sand Panorama, Autom, 19 Zoll

  • Da gibt es riesen Abhandlungen zu und ist eine Diskussion wie mit dem richtigen Motoröl.


    Wenn der Unterschied in der Profiltiefe nur gering ist mache ich die besseren auch auf die Antriebsachse nach vorne.
    Bei geringer Abweichung macht das im Fahrverhalten wenig aus aber man kann die Reifen entsprechend länger fahren.
    Und ich bin kein Freund davon Achsweise neue Reifen zu montieren die dann meist unterschiedlich sind auch wenn das erlaubt ist.

    Tucson Platin (AT Version) 1.6 l T-GDI - 177 PS - 7 Gang Autom. DCT - 4WD - micron grey, BJ 2016 vFL

  • Wenn schon unbedingt verschiedenen Profilstärken eingesetzt werden müssen, hat Hans Recht. Die besseren auf die Hinterachse.

  • wie in dem Bericht von Auto Motor Sport steht:
    .... wenn die Profiltiefe hinten deutlich geringer ist als vorne. Da die Seitenführungskräfte der Hinterachse einen so entscheidenden Einfluss auf die Fahrstabilität haben, sollten Sie beim Reifenwechsel immer daran denken: Die besseren Reifen kommen nach hinten....


    Nach einem Sommer oder Winter sind die Unterschiede, jenachdem wieviel Km wie gefahren wurden, nur minimal. Und dann macht es kaum einen Unterschied die etwas besseren Reifen doch nach vorne zu machen. So kann man sie gleichmäßig auf ein minimum abfahren und holt sich dann 4 neue die dann wieder alle identisch sind.


    Zudem kann ein AWD Probleme machen wenn der Profilunterschied vorne und hinten zu groß wird.

    Tucson Platin (AT Version) 1.6 l T-GDI - 177 PS - 7 Gang Autom. DCT - 4WD - micron grey, BJ 2016 vFL

  • So ist es. Allerdings sollte schon immer ein Augenmerk auf die von @Tuctop angesprochen Verschleißmerkmale die durch verstellte Achsgeomerie usw. entstehen, :m0023: werfen.

  • Hallo Erkelenzer,



    Meine Logik sagt mir, dass kann nicht sein.


    Mein logisches Denken hat mich wohl teilweise im Stich gelassen. In Sachen Fahrstabilität durch Seitliche Führungskräfte hast Du wohl Recht. Man lernt halt nie aus.
    Danke für den Link, der sehr Hilfreich war.


    Jedoch muss man es differenzierter betrachten und nach 1 Tag Recherche trifft die folgende Aussage von Keyman2 den Nagel auf den Kopf.



    Da gibt es riesen Abhandlungen zu und ist eine Diskussion wie mit dem richtigen Motoröl.


    Mein Fazit ist, dass die Sache aus meiner Sicht immer noch 50/50 steht und dass es vom Fahrverhalten des Fahrers und des Antriebes abhängt.
    Die folgenden, aus dem ADAC Test stammenden Tabelle zeigen auch, dass es in Sachen Tracktion auf Schnee und bei Aquaplaning sowie das Bremsen besser ist das gute Profil vorne zu haben.
    Ich persönlich nehme keine AB Ausfahrt mit 100 KM und mein ESP hat vermutlich noch nie einsetzen müssen. Bin kein sportlicher Fahrer, aber Karawanen bilden sich auch nicht hinter meinem Fahrzeug.


    In gefährlichen Fahrsituationen stimmt die These eindeutig, dass die besseren nach hinten sollen.


    Zitat zur Problematik vom Reifenhersteller Michelin


    " Beurteilung Michelin:

    Demnach ergeben die Verteilung von "Plus" und "Minus" offensichtlich ein fast ausgewogenes Verhältnis. Zumindest könnte nun der Autofahrer, bezogen auf seine persönlichen Einsatzbedingungen und das Antriebskonzept seines Autos, selbst eine Entscheidung treffen.



    Immerhin ist schon einmal festzustellen, dass die weit verbreitete Empfehlung "die besseren Reifen nach vorne", die sich auch in vielen Bedienungsanleitungen findet, so pauschal nicht haltbar ist! "


    Versprochen ! Behaupte nie mehr, dass Sie eindeutig nach vorne gehören.