Uffz. Als ich heute das angeforderte Angebot der Werkstatt erhielt (ich hatte ausdrücklich um ein „Anbot“ und eine "Kalkulation" erbeten, ich habe auch nichts unterschrieben oder beauftragt), musste ich mal seufzen. Zuerst wurde mir mitgeteilt, dass die Bremssättel laut Werkstatt in Ordnung seien. Okay - etwas Positives. Unangenehm wurde es dann jedoch beim Anbot:
Für vier Bremsscheiben von ATE inklusive Belägen, Handbremsbacken sowie notwendigem Zubehör wurden insgesamt rund 1.300 € inklusive Arbeitszeit veranschlagt. Dazu sei angemerkt, dass auf das Material bereits ein Corporate-Benefits-Rabatt von 12 % gewährt wurde. Ohne diesen Rabatt hätte das Material statt rund 725 € sogar 825 € gekostet, womit der eigentliche Vergleichspreis bei rund 1.400 € gelegen wäre! Arbeitszeit war mit 1h pro Achse + 3/4h für die Handbremsbacken bemessen + 1x Bremsflüssigkeit tauschen + Entsorgen.
Als ich den Wagen nach Zusendung des Anbots direkt abholen wollte bzw. das Anbot abgelehnt habe, wurde mir mitgeteilt, dass dies leider nicht (mehr) möglich sei, da das Fahrzeug bereits für den kommenden Dienstag zerlegt und aufgebockt sei. Man würde am Dienstag alles tauschen "wie vereinbart" (!?). Ich habe dies sofort verneint und auf meinen Wunsch eines reinen Anbots verwiesen (auch per Email dokumentiert), was nach kurzer Diskussion akzeptiert wurde.
Insgesamt wirkt die Vorgehensweise für mich nicht nachvollziehbar – sowohl hinsichtlich der Kalkulation als auch der Abläufe. Ich hatte um ein Anbot für 4 Scheiben und 4 Beläge gebeten, wie kommt man da auf die Idee, dass man da alles schon abmontiert? Nachdem es schon mehrfach Probleme gab (z.B. Tausch von 2 intakten (!) Sensoren, Fehler letztlich nicht behoben - später gab es dann Entschuldigung und Geld retour), werde ich diese Werkstatt bzw. Kette in Zukunft meiden - ich dachte mir halt, die anderen Male seien Pech. Besonders irritierend fand ich die Aussage vom Leiter: „Wir sind Ihnen beim Preis nochmals entgegengekommen...“ 
Zum Vergleich: Der Tausch einer Kupplung für den TLE kostet aktuell direkt beim Hyundai-Händler in AT angefragt unter 1.600 € inklusive Material, bei 5,3 Arbeitsstunden und knapp 900 Euro Materialkosten. Da stellt sich für mich die Frage, ob eine freie Werkstatt überhaupt noch einen Preisvorteil gegenüber einer Vertragswerkstatt bietet?
| Artikelnummer | Bezeichnung | Menge | Netto (€) | Brutto inkl. 20 % MwSt. (€) |
|---|
| 13.0460-5647.2 | Scheibenbremssatz (ATE) | 1 | 98,08 | 117,70 |
| 24.0125-0213.1 | Bremsscheibe | 2 | 223,98 | 268,78 |
| 24.0110-0410.1 | Bremsscheibe | 2 | 163,50 | 196,20 |
| FSB4198 | Bremsbackensatz HB, Originalmass | 1 | 64,90 | 77,88 |
| J3610312 | Bremsbelagsatz, Scheibenbremse | 1 | 32,38 | 38,86 |
24.0125-0213.1 Bremsscheibe ATE Werkstattpreis pro Stück 152,72 Euro
24.0110-0410.1 Bremsscheibe ATE Werkstattpreis pro Stück 111,50 Euro
Vielleicht bin ich auch undankbar, und es müsste eigentlich 1600 Euro kosten...
Ich bitte um eure Meinungen!