Hi,
ich glaube es geht hier gar nicht so sehr um den realen Verbrauch, es geht vielmehr um die, teilweise doch recht heftigen, Differenzen zwischen dem Verbrauch des Fahrzeuges lt. Herstellerangaben und dem Realverbrauch !
Das die Herstellerangaben natürlich unter Optimalbedingungen gemessen werden, die nie einer von uns so auf der Straße fahren kann, ist klar ! Schon seit ich Autofahre (30 Jahre) musste man immer auf die Werksangaben rund einen Liter drauflegen um realistisch zu sein. Aber mit aktuellen Meßverfahren wie WLTP etc. sollte die Werksangabe näher an den Realverbrauch heranrücken. Tut sie aber nicht !
Wenn mir ein Hersteller sagt, der Wagen braucht in der Stadt 7,9 L und in Wirklichkeit sind es 10 L dann ist das eine Abweichnung von mehr als 20%. Eine solch hohe Abweichung zu den zugesicherten Eigenschaften eines Produktes würden wir bei keinem anderen Konsumgut hinnehmen. Nachdem diverse KFZ-Hersteller uns schon mit dem Diesel und CO2 betrogen haben, sollen wir das auch noch schlucken ?
Nur weil der reale Verbrauch für ein Auto dieser Größe und dieses Gewichtes noch im Bereich des Branchenüblichen liegt, ist damit doch trotzdem der Kunde gekniffen.
Ich habe nun schon mit mehreren Leute gesprochen, bei denen der Neuwagen (nach Einfahrzeit, vorher kann man eh nix sagen) bis zu 30% mehr Verbraucht als angegeben.
Das ist nicht in Ordnung und muss bemägelt werden ! Je häufiger desto besser !
Aber ich glaube wir Deutschen würden uns eher beim Media Markt über unseren 500 Euro Fernseher beschweren, weil er mehr Strom braucht als angegeben und wenns nur ein hunderter im Jahr ist, als wenn unsere 35.000 Euro Autos für Tausende Euro mehr Sprit verbraucht (jeweils über die Lebensdauer gesehen !)
Grüße