Ich stelle im täglichen Umgang mit dem Tucson im zweiten Winter fest, dass ein wildes Hin- und Hergeschalte zwischen den Fahrmodi wenig Sinn macht. Meiner Meinung nach lädt man den Akku zuhause voll. Und fährt dann bei kalten Aussentemperaturen mit eingeschalteter Heizung einfach los. Der Tucson holt sich seine Wärme für die Heizung aus dem Verbrenner und fertig. Klar, wenn man z.B. nur 5 oder 10km bis zur Arbeit fahren muss, dann kann man die Heizung und die Klimananlage auch ausgeschaltet lassen, und sich mit der Lenkrad- und der Sitzheizung behelfen. Auch das geht irgendwie. Aber über eine längere Strecke macht das wenig Sinn.
Ich habe jetzt rund 22.000km auf der Uhr. Lade täglich zuhause an der Wallbox, die ihren Strom bei Sonnenschein vom Hausdach holt. Habe anfangs wie wir alle vermutlich rumgespielt und die diversen Einstellungen ausprobiert. Jetzt fahre ich fast immer im Eco-Modus. Ausnahmen gibt es dann, wenn ich mal schnell mit Power überholen will, oder die gelbe Ampel noch schnell geschafft werden möchte. Dann schalte ich auch schon Mal auf den "roten" Modus um. Meine rechte Hand findet den Schalter mittlerweile blind.
Und meine Ökobilanz kann sich glaube ich sehen lassen. Ich trage in der Tank-App nur die Betankungen mit Sprit (übrigens E5 statt E10!) und die zugehörigen Kilometerstände ein. Und komme (wie man in meinem Profil auch sehen kann) auf einen Durchschnittsverbrauch von 2,8l/100km. Dazu kommt natürlich der Stromverbrauch. Mein Arbeitsplatz ist rund 60km entfernt von zuhause. Ich fahre diese Strecke so ca halb und halb elektrisch und mit Sprit.
Und kann nach gut einem Jahr sagen, dass ich nach anfänglichem Software-Ärger mit der Karre recht zufrieden bin.
Negative Punkte sind aus meiner Sicht:
- die völlig überzogenen Preise in der Markenwerkstatt für solche Dinge wie Motoröl, Filter, Wischer und so'n Zeug (aber die kann man ja beistellen.....; und jetzt bitte nicht wieder drüber diskutieren! Die Meinungen sind da unterschiedlich)
- die völlig sinnbefreite Strompreis-Situation für Ladevorgänge außerhalb des heimischen Stromanschlusses (ich sehe immer wieder Leute die zuhause nicht laden können ihre Wagen an öffentlichen Ladesäulen stehen. Bei Vollelektrik-Fahrzeugen geht das ja nicht anders. Aber bei Hybriden fährt man besser zur Tanke und kauft Sprit. Erst wenn der kW/h-Preis in der Gegend von 25Ct pro kW/h liegt, macht Säulenladen bei den aktuellen Spritpreisen Sinn. Die ärmsten "Schweine" sind die Leute, die sich E-Fahrzeuge gekauft haben und nicht zuhause laden können. Aber das ist eine andere Geschichte.)