Dieselnachfrage sinkt.

  • Servus zusammen,


    hmmm diese ganze Diskussionen in den Kremien wird dazu führen, dass demnächst die Preise für Kraftstoffe jeder Art ansteigen werden. Wobei ich mir meinen Diesel
    auch unter dem Aspekt bestellt habe, dass er Energieeffizienzklasse A hat, mit angegebenen 129g/km, der 1,6 T Gdi Klasse D mit 175g/km. Gemessene Werte im Internet liegen beim 1.7er CRDI bei ca 180g/km, beim 1.6er T Gdi bei ca 260g/km. Wie und wann diese Werte zustande kamen wurde in den Untersuchungen nicht näher definiert,
    aber jetzt soll ich für meine Entscheidung für ein umweltverträglicheres Auto noch ein schlechtes Gewissen bekommen?
    Ein Elektroauto kommt nicht nur wegen der schlechten Kilometerleistungen, den Anschaffungspreisen und in meiner Sicht für die extrem schlechte Nachhaltigkeit (Akkumulatorenentsorgung) sondern auch wegen den Stromanschlüssen in den Tiefgaragen der Mehrfamilienhäuser lange Zeit nicht in Frage. Ich kann mir nicht vorstellen dass die Stromleitungen jetzt schon gross genug dimensioniert sind um in einem Haus mit 10 und mehr Mietparteien Ladestationen für Elektroautos zu erlauben.
    Einen Hybrid-SUV hatte ich ins Auge gefasst, aber den Tucson gibts da nicht und wirds auch vor 2020 wahrscheinlich nicht geben. Plug-Ins sind auch nicht gerade viel besser als Elektroautos, da auch diese effektiv eine Steckdose in der Garage benötigen.
    Das Umdenken in Richtung sauberes Autofahren kannst du nur umsetzen, wenn zuvor die Infrastruktur geschaffen ist. Da diese ja schon seit Jahren scheitert (ich nehme hier Bezug auf die uneffektiven Gespräche über Stromtrassen und deren umweltverträgliche Kostenexplosion), seh ich da noch lange keine effektiven Lösungen.
    Und zuguterletzt noch ein wichtiger Punkt. Wenn ich mir anschaue was da jeden Tag in Deutschland an Autos aus dem Ausland bei uns unterwegs sind, kann ich mir nicht vorstellen dass wir von effektivem Umweltschutz reden können, was da aus den Auspuffs so rauskommt..... Achja und keine, auch wirklich keine Luftbewegung auf diesem Planeten wird wegen Umweltzonen Umwege machen oder an irgendwelchen Staatsgrenzen aufhören zu wehen.
    In diesem Sinne sollten wir uns im klaren sein dass es hier wieder nur um unseren Geldbeutel geht.
    Grüsse

    Blue 1.7 CRDI DCT, Moon-Rock, Premium, Sicherheitspaket, Leder rot, Panoramaglasdach, Zubehör reichlich, D- Modell.
    Jungfernfahrt 30.06.2017 :D 06.07.2017 Soundeinbau Axton 580DSP und Eton RS11 Subwoofer; Türen gedämmt. :thumbup:

  • beim 1.6er T Gdi bei ca 260g/km

    Das würde einem Verbrauch von 11,2 Liter entsprechen. Der Durchschnitt aller Tucson T-GDi auf Spritmonitor liegt derzeit aber bei 9,1 Liter, d.h. 210g CO2.
    Alle Tucson Diesel liegen auf Spritmonitor bei 7,2 Liter. Weil ein Liter Diesel zu mehr CO2 verbrennt als Benzin (2,64kg vs. 2,33kg), ergibt dies 190g CO2.


    In der Praxis sind sich Diesel und Benzin also wesentlich ähnlicher als es der NEFZ-Test vermuten lässt.


    PS: der deutsche Strommix generiert ca. 600g CO2 pro kWh. Legt man bei einem Elektro-PKW realistische 16 kWh zugrunde, dann pustet dieser indirekt 100g CO2 in die Luft.

    T-GDI ++ Schalter ++ 2WD ++ Intro-Edition 2015 ++ deutsches Modell ++ Ruby Wine ++ Huawei E8372 ++ Axton A580DSP ++ Pioneer TS-WX120A

  • Hamburg will ein ganzjähriges Fahrverbot für Diesel < Euro 6 für 2 Hauptverkehrsstraßen einführen, Stuttgart hat bereits Anti-Dieselmaßnshmen beschlossen, hier in Berlin ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, daß wie auch immer geartete Maßnahmen kommen werden (bei einem rot-rot-grünen Senat zwangsläufig...) und ich gehe 100%ig davon aus, dass das erst der Anfang ist. Und genau deshalb fahre ich jetzt das erste mal seit >20 Jahren wieder einen Benziner als "Hauptfahrzeug".


    Hauptproblem ist m.E., dass an diversen Stellen - und hier spreche ich besonders das Umweltbundesamt an - ausschließlich ideologisch argumentiert wird; und das UBA ist nun mal das Gegenteil einer unabhängigen oder "überparteilichen" Behörde, die es lt. Gesetz sein sollte. Von Organisationen wie dem Abmahnverein "DUH" mal ganz abgesehen... Es werden ideologisch motiviert grundlegende naturwissenschaftliche Tatsachen (weniger CO2 bedingt nun mal mehr NO2) negiert, gleichzeitig existiert die bis vor 1,5 Jahren alles beherrschende CO2-Problematik heute scheinbar nicht mehr und der Weltvernichter NO2 (+ Feinstaub) ist das alleinige Thema. Übrigens: Lt. UBA ist der Ausstoß von NO2 seit 1990 um 57,6% gesunken...


    Wenn ich mich so an meine Kindheit und Jugend erinnere - im Vergleich zu damals leben wir heute nahezu in Luftkurorten. Und ich bin uneingeschränkt dafür, diese Situation weiter zu verbessern...aber hier den Diesel zum Sündenbock für alles zu machen (und seinen Besitzern/Eigentümern einen vmtl. massiven finanziellen Schaden zuzufügen), ist definitiv nicht sinnvoll. Elektromobilität in den Städten, das wäre doch der Ansatz. Geld in die Hand nehmen, um massenhaft Ladestationen einzurichten, Zuschüsse oder Gesamtfinanzierung, um in den großen Mietwohnungsanlagen in den Städten in den dortigen Tiefgaragen Ladestationen zu installieren usw. - hätte ich die Möglichkeit, einen Elektrostadtflitzer zu laden, ich hätte einen. Aber statt dessen werden Milliarden in dümmliche Kaufprämien für E-Fahrzeuge gepumpt (und mangels Interesse nicht abgerufen - weil eben die Ladeinfrastruktur nicht existiert)...
    :m0037:


    So, Schluss jetzt, das war ein normalerweise von mir nicht zu hörender bzw. zu lesender Frustausbruch aus dem Bauch heraus :m0024:
    Viele Grüße
    Willy

  • So, Schluss jetzt, das war ein normalerweise von mir nicht zu hörender bzw. zu lesender Frustausbruch aus dem Bauch heraus

    Nicht frustriert zu sein ist in diesen Zeiten wirklich nicht so leicht. Man fühlt sich als Spielball der Politik und das beileibe nicht nur im Bezug aufs Auto. Auch global ist die Welt leider nicht besser geworden und vor 15 Jahren hätten wir uns das alles nicht träumen lassen. Besonders traurig bin ich darüber, wie träge und denkfaul wir Deutschen im allgemeinen sind. Wir lassen uns alles gefallen, solange es uns noch einigermaßen gut geht. Wenn das mal nicht mehr so ist, kommt das böse Erwachen. ;(

  • Ich denke mal, seitens der Politik wird der Weg des geringsten Widerstandes gegangen, nämlich die PKW Besitzer/ Fahrer zu gängeln und zu melken.
    Wie ich schon schrieb, den richtigen Stinkern und Umweltverschmutzern werden weiterhin Tür und Tor geöffnet.
    Wer in den Stätten unterwegs ist, sieht es doch fast der gesamte ÖPNV fährt Dieselbusse und dort wo Mietverkehr eingesetzt ist fahren die alten von den öffentlichen ausgemusterten Busse. Im Überlandverkehr werden immer mehr und größere DieselLKW eingesetzt, anstatt den Güterverkehr auf die Bahn zu setzen, ja Hr. Dobrindt entlastet die Fernbusse sogar von der Maut.
    In der Vergangenheit insbesondere seit 1990 wurde nichts in die Infrastruktur investiert, mit der Folge das die Güterzüge über die total überlasteten BAB's rollen und die Umweltbelastung durch die Dauerstaus maßlos gestiegen ist.
    Und was passiert jetzt? Nachdem der PKW Diesel als der große Heilsbringer angepriesen und sogar gefördert wurde kommt die Kehrtwende in die Verdammnis. Das schlimmste daran ist jedoch, wie schon gesagt, das es nur die PKW Besitzer/ Fahrer betreffen wird, dafür wird schon die Lobby des Güterverkehr und der LKW Hersteller sorgen.

  • Aber nicht weinen, wenn mein Chef bzw. sein Kunde die Mehrkosten für den Transport in die Lebensmittelfilialen 1zu1 auf den Kunden umlegt.

  • Das beste, gestern saßen im TV eine große Runde diverser Politiker an einem Tisch. Auch 3 Grüne Politiker.
    Es ging da auch um das Thema Diesel und alle wurden überraschend gefragt was sie den Privat fahren würden:
    Nicht überraschend oder doch ? Natürlich "Diesel" :cursing: Mehr möchte ich nicht dazu sagen, außer, daß wir es selber Schuld sind!

  • Interessant finde ich den Aufhänger der Presse - Dieselnachfrage sinkt. Ja, im Berichtszeitraum ist der prozentuale Anteil der Zulassungen an Dieselfahrzeugen gesunken. Laut Statistik KBA ist der prozentuale Anteil der Neuzulassungen der Benziner aber konstant geblieben. Dieselkunden sind also statistisch nicht zu Benzinern gewechselt, sondern haben ihren Kauf ausgesetzt mit dem Ergebnis, daß die Gesamtzulassungszahlen gesunken sind. Mal sehen, welchen Einfluß die Autolobby in Berlin hat. Bei der Umweltministerkonferenz geht es ja, wenn ich es richtig sehe, um EU 5 Fahrzeuge, also um die Vergangenheit. Warten wir's ab...