Wechsel der Bremsscheiben und der Beläge

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wechsel der Bremsscheiben und der Beläge

      Hallo zusammen. Habe bei meinem guten Stück heute auf der Vorderachse Scheiben und Beläge getauscht. Ich habe hierzu ein kleines "making of" gemacht. Vieleicht hilft es dem einen oder anderen! War wirklich keine Hexerei und knapp 380,00€ gegenüber der Werkstattkosten gespart :D

      ""
      Dateien
      • Keine Hexerei.pdf

        (778,11 kB, 404 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Vielfahrer :D ! TUCSON 1.7 CRDi 85kW 04.16 aktuell 61.000km. Beste Autokauf seit Jahren :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luckytucsondriver ()

    • Das hast du schön dokumentiert.
      Bezugsquellen hättest du noch nennen können. :thumbup:

      :thumbsup: seit dem 19.6.17 einen
      Sandweissen T-GDI Premiumausstattung +Alles ohne Panorama , Standheizung ,Anhängerkupplung, Edelstahlpedalset
      Hyundai Türleuchten und einige BLINKIBLINKIES

      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
      Kameradschaftliche Grüße
      Michael
    • Rog.Me schrieb:

      Hallo zusammen. Habe bei meinem guten Stück heute auf der Vorderachse Scheiben und Beläge getauscht. Ich habe hierzu ein kleines "making of" gemacht. Vieleicht hilft es dem einen oder anderen! War wirklich keine Hexerei und knapp 380,00€ gegenüber der Werkstattkosten gespart :D
      Kurze Ergänzung zu meinem "making of". Habe ich leider vergessen zu dokumentieren, ist aber sehr wichtig!! :huh: Haltet bitte beim spreitzen bzw. Rückdrücken des Bremskolben den Bremsflüssigkeitsstand im Auge. Am besten vorher mit einer Einwegspritze Flüssigkeit absaugen und den Einfüllstutzen vom Behälter mit einem Putzlappen umwickeln (fals doch noch etwas übergeht). Nach der Montage und vor der ersten Fahrt das Bremspedall mehrfach betätigen bis wieder Bremskraft zu spüren ist und danach noch einmal den Bremsflüssigkeitsstand kontrollieren! Ggf. wieder etwas der vorher abgesaugten Bremsflüssigkeit zurückfüllen, so das der Pegel wieder auf Maximum steht. BREMSFLÜSSIGKEIT VERSAUT LACK UND KUNSTSTOFFE!
      Werde das bei gelegenheit meinem Dokument noch hinzufügen! Beste Grüße Roger :thumbup:

      Vielfahrer :D ! TUCSON 1.7 CRDi 85kW 04.16 aktuell 61.000km. Beste Autokauf seit Jahren :thumbsup:

    • Zuallererst möchte ich meinen Respekt bekunden.-Eine sehr schöne Anleitung Roger!!!!!!

      Jetzt kommt aber das "ABER":
      - Bei Arbeiten an der Bremse sollte sich man zumindest beim ersten Mal durch einen "Fachkundigen" bei der Durchführung begleiten lassen.
      So detailliert kann man kaum beschreiben, wie man auch trotz guter Anleitung Fehler machen kann.

      - Entfällt nicht die Herstellergarantie auch für angrenzende Komponenten, bei nicht in Werkstätten durchgeführten Arbeiten?
      Ich wäre da etwas vorsichtiger....Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen!


      - Tip von Schrauber zur Schrauber: Füge unbedingt einen Haftungsausschluß in dein PDF ein, - ich spreche da aus Erfahrung ;(
      Es gibt im Internet viele, die sich für begnadete Schrauber halten und beim Nichtgelingen aus persönlichem Unvermögen gleich mit Anwalt kommen.



      Ich freue mich aber schon auf die Anleitung für die Hinterachse (mit Haftungsausschluß) :thumbsup:

      :thumbsup: Weißer 2,0 CRDI, 185 PS, AWD, A/T, EU-Neuwagen aus Dänemark mit (deutscher) Premium Ausstattung + Leder Paket + Sicherheitspaket + Panoramadach + abnehmb. AHK + Pioneer GM-D 1004 + Huawei E8230 Wlan Stick mit Netzclub Karte :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Xtzhotte ()

    • Xtzhotte schrieb:

      Zuallererst möchte ich meinen Respekt bekunden.-Eine sehr schöne Anleitung Roger!!!!!!

      Jetzt kommt aber das "ABER":
      - Bei Arbeiten an der Bremse sollte sich man zumindest beim ersten Mal durch einen "Fachkundigen" bei der Durchführung begleiten lassen.
      So detailliert kann man kaum beschreiben, wie man auch trotz guter Anleitung Fehler machen kann.

      - Entfällt nicht die Herstellergarantie auch für angrenzende Komponenten, bei nicht in Werkstätten durchgeführten Arbeiten?
      Ich wäre da etwas vorsichtiger....Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen!


      - Tip von Schrauber zur Schrauber: Füge unbedingt einen Haftungsausschluß in dein PDF ein, - ich spreche da aus Erfahrung ;(
      Es gibt im Internet viele, die sich für begnadete Schrauber halten und beim Nichtgelingen aus persönlichem Unvermögen gleich mit Anwalt kommen.



      Ich freue mich aber schon auf die Anleitung für die Hinterachse (mit Haftungsausschluß) :thumbsup:
      @Xtzhotte
      Zuersteinmal Danke für das Lob! :D

      Bremsen mache ich schon ewig selber - jedoch das erste Mal bei einem Hyundai. Ich habe es nur noch nie vorher dokumentiert. Meine Autos zuvor waren alle der Marke Audi oder VW (zum Schluß T5) und da war der Bremsenwechsel wesentlich aufwendiger. Aber ansonsten gebe ich dir Recht!! Da ich 30 bis 50 tausend Kilometer mit allen meinen Fahrzeugen im Jahr zurückgelegt habe bzw. lege, fallen solche Arbeiten leider sehr häufig an. Daher war ich auch ein wenig entsetzt über den Kostenvoranschlag meiner Werkstatt für so'n bischen Kleinkram. Diese Preise kenne ich sonst nur von Mercedes (fährt meine Lebensgefährtin). Aber das was die Fahrzeuge in der Anschaffung wohl günstiger sind, holt man sich über die Teile zurück!?

      Die Herstellergarantie tangiert das meines nach Wissens nicht - ich habe mich da früher schon einmal beim Juristen sachkundig gemacht. Dies liegt wohl daran, dass Verschleißteile eh nicht Garantiebestandteil sind. Aber wie du gesagt hast, dass muss jeder für sich selber entscheiden!

      Danke :thumbsup: für den Tipp mit dem Haftungsausschluss! Werde ich auf alle Fälle berücksichtigen!! "Making of" war für mich erstmal -"so habe ich es gemacht" und nicht "so müsst ihr das machen"! Aber du hast Recht, so dumm wie es manchmal kommt, kann man in der Regel garnicht denken =O !

      Sobald ich hinten durch bin, werde ich mein Dokument um die Montage auf der Hinterachse ergänzen, den Part mit der Bremsflüssigkeit mit einfügen und den Haftungsausschluß mit aufnehmen!

      Besten Dank und Grüße
      Roger

      Vielfahrer :D ! TUCSON 1.7 CRDi 85kW 04.16 aktuell 61.000km. Beste Autokauf seit Jahren :thumbsup:

    • Top Beschreibung auch wenn ich so etwas nie selbst machen würde.

      2.0CRDI/ASH Blue/136PS/EZ 01-2016/69000Km aktuell
      Ind. Ladeschale, Lauflichttürreflektoren, bel. Einstiegsleisten, Umfeldbel., Spiegel mit integriertem Blinker, Endstufe von Axton A480DSP + LS von Eton Front & Rear, Subwoofer Crunch GP690
      Merchandise(Kugelschreibercounter 20Stück)
      Werkstatthandbuch

      Grüße aus Thüringen

    • Also ein ganz normaler Scheiben- und Belagwechsel. Habe ich auch schon zig mal getätigt.
      Was mich stutzig macht; Du schreibst niemals Kupferpaste auf die Radbolzen. Mache ich schon seit eh und je. Genauso die Rückseite der Bremsbeläge (wo sie anliegen) schmiere ich damit ein. So quietschen sie nicht. Habe, wegen der Radbolzen, noch nie ein Bolzen, geschweige denn ein Rad, verloren. Auch die Anzugdrehmomente waren danach nie weniger. Im Genteil, wenn ich Räderwechsel mache und ich sehe keine Kupferpaste auf den Bolzen, werden sie sofort damit behandelt. Seither nie Probleme mit an- und abschrauben gehabt.

      Tucson Intro Edition 2.0 CRDI 136PS AWD Automatik

    • Kupferpaste auf die Rückseite der Bremsbelege ist in jeder seriösen Werkstatt das Mittel zur Beseitigung des Bremsenquitschens.
      Die Paste auf die Stehbolzen oder Radschrauben... macht man eigendlich nicht, obwohl bei Anzug der Muttern/ Schrauben mit entsprechendem Drehmoment nichts passieren dürfte.
      Was allerdings eine sehr sinnvolle Sache ist, ist das behandeln der Radnabe ( Sitz und Führung des Felge in der Mitte) entweder mit wenig Fett oder Kupferpaste. Ich mache dies seit Jahrzehnten so und habe noch eine festsitzende Felge gehabt.

      • Hyundai Tucson T-GDI 1,6, 177PS, 4WD, DCT, Premium, MoonRock, Leder Beige, Panorama. Deutsche Ausführung, D VH.
    • AW-D schrieb:

      Also ein ganz normaler Scheiben- und Belagwechsel. Habe ich auch schon zig mal getätigt.
      Was mich stutzig macht; Du schreibst niemals Kupferpaste auf die Radbolzen. Mache ich schon seit eh und je. Genauso die Rückseite der Bremsbeläge (wo sie anliegen) schmiere ich damit ein. So quietschen sie nicht. Habe, wegen der Radbolzen, noch nie ein Bolzen, geschweige denn ein Rad, verloren. Auch die Anzugdrehmomente waren danach nie weniger. Im Genteil, wenn ich Räderwechsel mache und ich sehe keine Kupferpaste auf den Bolzen, werden sie sofort damit behandelt. Seither nie Probleme mit an- und abschrauben gehabt.
      @AW-D

      Drehmoment

      Vom Anzugsmoment über die Vorspannung zur Klemmkraft

      Das Funktionsprinzip einer geschraubten Verbindung besteht im Zusammenfügen mehrerer Bauteile unter Verwendung von Verbindungselementen wie Schrauben und Muttern, ggf. unter Hinzufügung einer geeigneten Schraubensicherung. Das Anziehen einer Schraubverbindung bewirkt eine axiale Kraft verbunden mit einer geringen elastischen Verformung des Schraubenschaftes und des Werkstücks.

      Als Drehmoment bezeichnet man dabei die physikalische Kraft, die über einen definierten Hebel rechtwinklig auf eine Drehachse wirkt (senkrechte Rotationsbeschleunigung). Das Drehmoment ist das Vektorprodukt von Kraftarm mal Kraft und wird gemäß Internationalem Einheitensystem (SI) in Newtonmeter gemessen.

      Über das Zusammenspiel mit der physikalischen Keilwirkung des Schraubengewindes wird die Vorspannkraft erzeugt. Sie wirkt in Richtung der Schraubenachse auf die zu verbindenden Bauteile. Die Vorspannung ist somit die Kraft, die die Bauteile zusammenhalten soll. Hieraus resultiert schließlich die Klemmkraft, mit der die verschraubten Komponenten aufeinandergepresst werden und die sich hinterher bei Belastung wie ein Bauteil verhalten sollen. Die Reibung (Haftreibung, Selbsthemmung) verhindert das selbsttätige Lösen der Schraubverbindung.

      Einflussfaktoren Schraubtechnik

      Zahlreiche Störfaktoren können die Festigkeit der Schraubverbindung beeinflussen. So ist beispielsweise die Reibungszahl einer Schraube u.a. abhängig von Materialeigenschaften, Gewindegeometrie, Temperatur und Drehgeschwindigkeit. Auch die Qualität und der Wartungszustand des verwendeten Werkzeugs schlagen sich nieder. Nicht zuletzt spielt außerdem der "menschliche Faktor" eine beeinflussende Rolle: Handhabt der Arbeiter sein Werkzeug sachgemäß oder nicht?

      In der Komplexität der Einflussfaktoren stellt sich das Bestimmen der erzielten Vorspannkraft als äußerst aufwändig dar und bleibt am Ende doch mit etlichen Unsicherheiten behaftet. Weit einfacher und damit sowohl exakter als auch kostengünstiger ist das in die Schraubverbindung eingebrachte Montagedrehmoment zu ermitteln.

      Daraus resultiert, wenn man z. Bsp. Kupferpaste auf das Gewinde eines Bolzen aufbringt, verändert man gravierend die Reibungszahl sowie die Materialeigenschaften (das angegebene Montage- Drehmoment für alle Schraubverbindungen wird im trockenen Zustand ermittelt, also Metall auf Metall). Da die Vorspannkraft die eigentlich wichtige Größe ist, wird diese durch die geänderten Reibeigenschaften der Kupferpaste (Fette, etc.) wesentlich verändert.

      Somit wird bei gleicher Drehmomenteinstellung die Klemmkraft deutlich erhöht, was zu einer Beschädigung der Verbindungen oder zu verbindenden Materialien führen kann (nicht muss). Also insofern bin ich sehr vorsichtig beim Einsatz von Fetten bei Drehmomentabhängigen Verbindungen.

      So habe ich es jedenfalls mal gelernt, aber mit der Zeit vergisst man ja doch das Eine oder Andre und eine Diskussion ist es immer wert!

      Beste Grüße

      Roger
      Dateien
      • Drehmoment.jpg

        (19,4 kB, 4 mal heruntergeladen, zuletzt: )

      Vielfahrer :D ! TUCSON 1.7 CRDi 85kW 04.16 aktuell 61.000km. Beste Autokauf seit Jahren :thumbsup:

    • @Rog.Me
      Du hast vollkommen recht, so macht man es und so wird es heute gelehrt. Jeder Kfz.-Mechatroniker winkt mit dem erhobenen Zeigefinger, wenn er etwas von Fett auf den Radbolzen hört.

      Zu meiner Zeit, als es noch Kfz.-Schlosser gab, hieß es noch, nichts wird trocken zusammengeschraubt. Räder wechsel ich seit paar Jahrzehnten und immer ein ganz wenig Fett auf die Radbolzen und ganz viel Fett in die Mitte, dort wo das Rad zentriert wird. Nach dem Wechsel alles mit Drehmomentschlüssel anziehen. Dann eine Runde um den Ort - Räder nachziehen und nach 50 bis 100 km nochmal nachziehen. Da war noch nie ein Bolzen oder Mutter oder gar das ganze Rad locker. Beim nächsten Wechsel sitzen die Schrauben noch fest, aber der Wechsel geht leicht von statten. Die Gefahr ist meiner Meinung nach größer, das Material zu zerstören, wenn man eine festgerostete Schraube hat, dass es nur so knarrt und quietscht oder gar das ganze Rad mit dem Vorschlaghammer traktiert oder erstmal mit angelösten Schrauben um den Block fährt um das Rad zu lösen. Habe ich alles schon gesehen, und das in Werkstätten. :(
      Ein größerer Fehler ist es für meine Begriffe, angerostete Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel anzuziehen. Dann erreicht man niemals das vorgeschriebene Drehmoment an der Verbindung.
      Aber jeder wie er mag und jeder hat für sein Tun die Verantwortung. :)

      Tucson TLE Premium 185PS Automatik, 4WD, Polarweiß, volle Hütte, außer Panoramadach + AHZV abnehmbar, Model für deutschen Markt

    • @Ubs
      Muttern, Bolzen, Stehbolzen reinige ich nach der Demontage immer mit Fittingbürsten und reinige sie anschließend mit Bremsenreiniger. Ich denke es spricht auch nichts gegen einen Hauch von Fett oder Öl. Du hast absolut Recht!! :thumbup: Mit Rost mechanische Verbindungen herzustellen gibt die gleichen Probleme wie oben beschrieben, wenn nicht schlimmer - nur das man spätestens beim nächsten Mal nichts mehr gelöst bekommt.
      Die Bremssättelauflagen/-führungen an den Radnaben behandel ich nach der mechanischen Reinig ausgibig mit Kupferpaste um das Festrosten der Scheiben zu verhindern.
      Solche o.a. Fittingbürsten kann ich jedem nur empfehlen! Sie erleichtern die anschließenden Montagen sehr.
      Dateien

      Vielfahrer :D ! TUCSON 1.7 CRDi 85kW 04.16 aktuell 61.000km. Beste Autokauf seit Jahren :thumbsup: